Trampolin und Freestyle Club Graz

Fliegen wie ein Vogel - Sportart Trampolinspringen

In vielen Turnhallen steht eine Reihe verschiedener Trampoline, wobei dem "großen Trampolin" oft mit großem Respekt begegnet wird. In den letzten Jahren wurde das Trampolin in Freizeitanlagen als "Trampolinlands" weit verbreitet und von Kindern mit Begeisterung verwendet. Den meisten ist aber völlig unbekannt, daß es in Österreich Reihe von Möglichkeiten gibt, professionell Trampolin zu springen (Adressliste findet sich auf den Infoseiten des ÖFT). Eines der Zentren neben Wien ist Graz, wo eine kleine Gruppe regelmäßig mehrmals pro Woche trainiert. In einigen Ländern ist Trampolinspringen im Gegensatz zu Österreich keine Randsportart. Bester Beweis ist, daß ab den Olympischen Spielen Sydney 2000 Trampolinspringen sogar ein offizieller Wettbewerb sein wird.

Gesprungen wird immer beidbeinig mit angespannter Körpermuskulatur, wodurch die Kontrolle der Flugphase erleichtert wird. Am Anfang werden nur einfache Sprünge ausgeführt, die mit der Zeit zu immer spezielleren Sprüngen und Übungen kombiniert werden. Wird an Anfang noch der "einfache" Strecksprung in der Luft, mit Bücke, Grätsche und Hocke kombiniert, so werden mit der Zeit Saltos mit Schrauben geturnt. In Kombination mit gleich schwierigen Vor- und Nachsprüngen kein einfaches Unterfangen.

Regelmäßig werden Wettkämpfe durchgeführt, bei denen eine Pflichtübung und eine von Turner frei wählbare Kürübung geturnt werden. Die besten zehn Turner kommen in das Finale, in dem eine weitere Kürübung geturnt wird. Sowohl Pflicht als auch Kür bestehen aus exakt zehn Sprüngen. Sieger ist der Turner, der in Summe die meisten Punkte erreicht hat. Die Punkte werden von fünf Haltungs- und zwei Schwierigkeitsrichtern vergeben. Von den Haltungsrichtern, die die Ausführung der Übung benoten, werden der höchste und der niedrigste Wert gestrichen und die verbleibenden drei Werte addiert. Die Schwierigkeit wird nur mit einer Note bewertet. Die Gesamtpunkte einer Übung ergeben sich also aus drei Haltungs- und einer Schwierigkeitsnote, wodurch ganz deutlich die Haltung gegenüber der Schwierigkeit wesenlich stärker bewertet wird. Damit wird die Verletzungsgefahr durch immer schwieriger ausgeführte Übungen deutlich reduziert.

Als Geräte stehen neben dem großem Trampolin das Doppelmini und die Tumbling-Bahn zur Verfügung, wobei die letzten beiden in Österreich nicht wettkampfmäßig betrieben werden. Nicht zu den Geräten des Trampolinsportes gehört das Minitramp. Da es aber für Trainingszwecke oft verwendet wird, sei es hier angeführt. Auf dem großen Trampolin werden sowohl Einzel- als auch Synchronbewerbe durchgeführt.

Abgesichert wird der Turner durch umfangreiche Mattenaufbauten um das Gerät. Zusätzlich kann mit eigenen Haltetechniken der Turner solange geführt werden, bis er den Sprung sicher ausführen kann. Besondere Ansprüche stellt der Sport nicht, da einfaches Turngewand reicht, einzig die Socken verschleißen ziemlich schnell.

Wer nun Lust gekriegt hat, kann das Trampolinspringen in einer Freizeitanlage einmal ausprobieren oder bei uns schnuppern.